Der Mai ist schon fast vorbei und ich, ja, ich habe lange nichts geschrieben. Die Zeit, sie fehlt.
Deshalb für alle, denen Leute wie Bastian Sick – bitte, mit scharfem “s”, wie im englischen Wort “sick” aussprechen, so halte ich das zumindest
– schon immer auf die Nerven gingen, hier ein Interview in Wort und Ton mit dem Potsdamer Linguisten Peter Eisenberg.
Einfach sehr schön anzuhören, weil viele Argumente für eine lebendige Entwicklung der Sprache dargelegt werden und Freunden des normativen Sprachgebrauchs der Wind aus den Segeln genommen wird.
Übrigens, “dem” ist zum Beispiel im Jiddischen, das man durchaus als deutschen Dialekt bezeichnen kann, ein Genetiv bzw. Genitiv: ‘dem paiklerß orem’ (des Schlagzeugers Arm, der Arm des Schlagzeugers).
Von daher ist der Dativ dem Genitiv nicht unbedingt sein Tod, sondern könnte auch einfach eine dialektale Variante sein. Das würde dann heißen, dass in diesem Zusammenhang, der Dativ kein Dativ, sondern ein Genitiv ist. Meines Wissens gibt es im Berlinischen auch die Form “dem” als Genitiv: ‘Dem Fritze sein Bruder’ oder so ähnlich…
Falls jemand, der/die sich mit Dialekten auskennt auf meine Anmerkung stößt, würde ich mich über eine weitere Aufklärung freuen!